Annemarie Keusch, Redaktorin.
Daniel Strub, CEO des Spitals Muri, vergleicht es mit einem Taxiunternehmen. Ein Taxifahrer, der sich ein Auto kauft, damit tagtäglich Kunden chauffiert, Versicherungen bezahlt ...
Annemarie Keusch, Redaktorin.
Daniel Strub, CEO des Spitals Muri, vergleicht es mit einem Taxiunternehmen. Ein Taxifahrer, der sich ein Auto kauft, damit tagtäglich Kunden chauffiert, Versicherungen bezahlt und Abgaben leistet, Benzin und Ersatzteile kauft. Legt er nicht regelmässig Geld auf die Seite, um sich ein neues Auto kaufen zu können, wenn das bisherige stehen bleibt, ist schnell Schluss. Im Spital ist es nicht anders. Schliesslich muss auch hier investiert werden – in Gerätschaften, in Maschinen, in Gebäude.
Dafür reicht ein jährlicher Gewinn von zwei Millionen Franken, wie ihn das Spital im letzten Jahr wieder schrieb, nicht aus. Da stellt man sich als Laie schon Fragen. Warum sind einige Spitäler von der Regierung subventioniert und andere nicht? Warum muss das Gesundmachen von Menschen rentabel sein? Warum verbessert sich im Tarifbereich seit Jahren nichts? Natürlich, die Problematik ist vielschichtig und komplex. Einfache Fragen mag es geben, einfache Antworten aber nicht. Erst recht nicht auf die Frage: Spitalwesen, quo vadis?