Kanton und Gemeinden überarbeiten gemeinsam die kantonalen Velowege
Der Kanton Aargau will der Bevölkerung eine sichere und attraktive Veloinfrastruktur anbieten. Dazu entwickelt er die kantonalen Velonetze für Alltag und Freizeit laufend weiter. An einer ...
Kanton und Gemeinden überarbeiten gemeinsam die kantonalen Velowege
Der Kanton Aargau will der Bevölkerung eine sichere und attraktive Veloinfrastruktur anbieten. Dazu entwickelt er die kantonalen Velonetze für Alltag und Freizeit laufend weiter. An einer Informationsveranstaltung orientierte der Kanton über die vorgesehenen Schritte der kantonalen Velonetzrevision.
Die Kantone und Gemeinden sind gemäss Bundesgesetz aufgefordert, eine attraktive Infrastruktur für das Velofahren zu planen und bis Ende 2042 zu realisieren. Der Kanton Aargau kann dabei auf einer soliden Ausgangslage aufbauen: Schon heute stehen gut 987 Kilometer Alltagswege und 411 Kilometer Freizeitrouten zur Verfügung.
Die kantonale Velonetzrevision (KVNR) erfolgt unter engem Einbezug der Gemeinden, der Regionalplanungsverbände, der Fachorganisationen sowie weiteren Interessenvertretenden. Sie fokussiert auf das kantonale Netz. Kommunale Routen werden zwar berücksichtigt, sind aber nicht Bestandteil der laufenden kantonalen Planung. Parallel zur flächendeckenden Revision des Netzes werden laufend Veloverkehrsmassnahmen im Rahmen anderer Projekte und von Gesamtverkehrskonzepten umgesetzt.
Verschiedene Überarbeitungen
Beim Alltagsvelonetz liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung der bestehenden Angebote. Dafür werden die bestehenden Netze überprüft. Alle Gemeinden sollen an das kantonale Velonetz angebunden werden und die Erschliessung wichtiger Siedlungsgebiete wie zum Beispiel kantonaler Entwicklungsschwerpunkte wird angestrebt. Neue Angebote im kantonalen Alltagsvelonetz sind insbesondere dort vorgesehen, wo viele Menschen wohnen und arbeiten. Im Rahmen der kantonalen Velonetzrevision erarbeitet der Kanton Aargau ein Mountainbike-Konzept. Dieses setzt das Veloweggesetz im Bereich Mountainbike um.
Es schafft die Grundlage für ein attraktives und nachhaltiges Mountainbike-Angebot. Die Bedürfnisse der Bikenden, anderer Waldnutzenden sowie der Natur- und Landschaftsschutz sollen dabei berücksichtigt werden. Das Mountainbike-Konzept wird bis 2028 vorliegen. Beim Velowandern bilden die nationalen und die regionalen Routen von SchweizMobil das Rückgrat des heutigen Angebots. Hier soll das bestehende Angebot auf seine Attraktivität hin überprüft und, wo sinnvoll, optimiert werden. An einer Informationsveranstaltung in Lenzburg orientierte der Kanton Aargau die Gemeinden, Regionalplanungsverbände, Nachbarregionen sowie Fachorganisationen über die bevorstehenden Planungsschritte.
Er zeigt dabei das geplante Vorgehen auf sowie die Möglichkeiten der Beteiligten, ihre Anliegen in die Planung der Velonetze einzubringen. 2026 werden gemeinsam mit Gemeinden, Regionalplanungsverbänden und Fachorganisationen die Planungsgrundlagen erarbeitet. Anschliessend wird die Planung gezielt vertieft und vervollständigt.
Nach der Vernehmlassung im Jahr 2028 erfolgt der politische Prozess mit Ziel der Festsetzung im kantonalen Richtplan. --pd