Thomas Stöckli, Redaktor.
Die katholische Kirche hat einiges aufzuholen. In Bezug auf die Auseinandersetzung mit Missbrauchsfällen ist sie dran. Und auch bei der Gleichstellung von Frauen. Grosse Hoffnung setze er dabei auf den ...
Thomas Stöckli, Redaktor.
Die katholische Kirche hat einiges aufzuholen. In Bezug auf die Auseinandersetzung mit Missbrauchsfällen ist sie dran. Und auch bei der Gleichstellung von Frauen. Grosse Hoffnung setze er dabei auf den synodalen Prozess, sagt der Freiämter Weihbischof Josef Stübi. Er spricht von «gemeinsamem Vorwärtsgehen im gegenseitigen Hören aufeinander», gerade auch in den nach wie vor spannungsgeladenen Fragen der Zulassung zu den Weiheämtern, Diakonat und Priesterweihe.
Es sind die lange sehnlichst erwarteten Schritte, die Widersprüche zwischen weltlicher und religiöser Perspektive zu reduzieren. Das wird die Kirche wieder näher an die Lebensrealität ihrer Mitglieder heranführen. Nicht heute. Und auch nicht morgen. Dass die Anpassungen angegangen werden, ist erfreulich. Dass sie länger dauern, als sich manche wünschen, überrascht kaum. Werden wir in 50 Jahren Priesterinnen haben? «Ich hoffe es», sagt Stübi darauf. «Und zwar nicht erst in 50 Jahren», schiebt er nach. Sein Wort in Gottes Ohr.