1. Liga classic: SR Delémont – FC Wohlen 1:1 (1:0)
Die Standardkönige aus dem Jura treffen auch gegen die Wohler nach einem Eckball. In der Nachspielzeit gelingt Michael Weber das Tor zum 1:1. Für die Moral und die Tabelle ein Punkt, der viel wert ...
1. Liga classic: SR Delémont – FC Wohlen 1:1 (1:0)
Die Standardkönige aus dem Jura treffen auch gegen die Wohler nach einem Eckball. In der Nachspielzeit gelingt Michael Weber das Tor zum 1:1. Für die Moral und die Tabelle ein Punkt, der viel wert ist.
Nachspielzeit. Ausgleich. 1:1. Der FC Wohlen verhindert damit die dritte Pleite in Serie. Für Delémont besonders bitter: Weil sie den Sieg nicht über die Zeit bringen, fallen sie unter den Strich, und ihre Abstiegssorgen werden noch grösser. «Wir haben uns das Glück erarbeitet», sagt Wohlens Javi Gabathuler und findet, dass die Mannschaft eine gute Reaktion zeigte auf die erste Halbzeit des letzten Spiels gegen Solothurn (0:2), als man ziemlich lustlos auftrat.
«Mit Glück und Bonarand»
Delémont hat das Messer am Hals und steckt tief im Abstiegskampf fest. Der FC Wohlen zeigt zwar den besseren Fussball, doch kommt kaum gefährlich vors Tor. Die Jurassier sind schon fast traditionell stark nach Standardsituationen. Und so überrascht es nicht, dass sie kurz vor der Pause (40.) nach einem Eckball die Führung erzielen. «Der Corner kommt in den Fünfmeterraum, unser Goalie erreicht den Ball nicht, wir verlieren das Kopfballduell – und sind 0:1 hinten», sagt Trainer Piu, der von einer «schwierigen Partie spricht». Gabathuler ergänzt: «Mit Glück und Goalie Joel Bonarand, der momentan der Beste von uns ist, haben wir die Reaktion geschafft.» Denn Wohlen macht Druck, doch es braucht auch die Fähigkeiten von Goalie Bonarand, um nicht noch das zweite Tor zu kassieren. Doch je länger die Partie dauert, desto vehementer suchen die Freiämter den Ausgleich. Dieser gelingt in der 92. Minute durch Michael Weber. «Wir haben uns belohnt», meint Trainer Piu. «Wenn wir den Spielverlauf anschauen, dann können wir zufrieden sein mit dem Punkt, auch wenn wir alle natürlich den Sieg wollten.» Wie im Hinspiel trennen sich die beiden Teams mit einem 1:1-Unentschieden. Damals, im Oktober 2025, war der FC Wohlen dominanter, und Delémont erzielte kurz vor Ende den Ausgleich. Nun können sich eher die Wohler glücklich schätzen, dass es am Ende nicht eine Niederlage gab.
Weil Besa Biel gegen Bassecourt mit 3:1 gewinnt, rutscht Delémont unter den Strich. Wohlen hat (bei noch vier ausstehenden Spielen) sieben Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz.
Am nächsten Samstag (17 Uhr) ist Spitzenteam (3. Rang) Courtételle auf den Niedermatten in Wohlen zu Gast. «Unser Ziel ist es nun, wieder einmal zu Hause einen Sieg zu holen», sagt Javi Gabathuler. Denn der letzte Heimsieg liegt schon eine Weile zurück. Mitte März besiegte Wohlen Besa Biel mit 6:3. Es ist also höchste Zeit für einen Heimerfolg.
--spr