Boswiler Schützen am Eidgenössischen Schützenfest in Chur
11 Jahre nach dem letzten zentralen Eidgenössischen Schützenfest fand dieser spezielle Anlass in Chur statt. Mit dabei waren auch die Boswiler Schützen – und das äusserst ...
Boswiler Schützen am Eidgenössischen Schützenfest in Chur
11 Jahre nach dem letzten zentralen Eidgenössischen Schützenfest fand dieser spezielle Anlass in Chur statt. Mit dabei waren auch die Boswiler Schützen – und das äusserst erfolgreich.
93,835 Punkte im Vereinsstich. Rang 77 aller Vereine in der ersten Kategorie. Das Eidgenössische Schützenfest kann die Schützengesellschaft Boswil als Erfolg abbuchen. Martin Keusch und Willy Keusch sorgten mit je 96 Punkten für die höchsten Resultate im Vereinsstich. Die Boswiler Schützen überzeugten auch in anderen Stichen – mit 378 von möglichen 400 Punkten erreichte Gerry Koch im Militär-Stich im Feld der Sturmgewehr-90-Schützen beispielsweise den zehnten Rang. Gar den achten Rang im Feld der Sturmgewehr-57-Schützen belegte Willy Keusch im Kunst-Stich mit 476 von möglichen 500 Punkten. Zwei Beispiele von ganz vielen tollen Leistungen. Überhaupt, alle 32 Schützinnen und Schützen aus Boswil erzielten mindestens ein Kranzresultat, nicht wenige erreichten gar den drei- oder den fünffachen Kranz.
Das Schiessen am Donnerstagnachmittag auf der zentralen Anlage im Churer Rossboden und am Freitagmorgen auf der Anlage in Schiers stand natürlich im Zentrum des Ausfluges in den Kanton Graubünden. Wie es mittlerweile Tradition geworden ist, verband der Verein den Besuch des Schützenfestes aber auch mit einer eineinhalbtägigen Vereinsreise.
Im Schnee- und Lawinenforschungszentrum
Diese startete noch auf dem Schiessplatz in Schiers mit einem Apéro und einem gemeinsamen Mittagessen. Nachher ging die Reise weiter nach Davos. Ein Besuch im Institut für Schneeund Lawinenforschung stand auf dem Programm. Auf eindrückliche Art erfuhren die Schützinnen und Schützen, wie Lawinen entstehen und was alles unternommen wird, um Mensch und Infrastruktur vor den Schneemassen zu schützen. Ein grosses Thema war dabei auch die richtige Ausrüstung und Vorbereitung für Skitouren oder fürs Freeriding. Und die warmen Temperaturen sorgten dafür, dass der Gang dorthin, wo Schnee gemacht und erforscht wird, durchaus erfreulich war.
Ein Apéro, ein gemeinsames Nachtessen, ein fakultativer Spaziergang um den Davosersee und ein gemütlicher Ausklang rundeten den Freitag ab.
Frisch geschlagener Rahm
Der Samstag stand dann im Zeichen einer Bauernhof-Olympiade. Auf der Fahrt von Davos auf die Lenzerheide genossen alle das einmalige Bergpanorama, bevor es dann in der Kuh-Villa zur Sache ging. Blind eine Schubkarre schieben, gefüllt mit einer Schützenkollegin oder einem -kollegen, einen Nagel einschlagen, mit einem doch sehr speziellen Velo eine Route absolvieren, Holz sägen, melken, Hühner fangen und Rahm schlagen – ganz viele Fähigkeiten waren gefragt und die Disziplinen sorgten für so manchen Lacher. Aus dem geschlagenen Rahm wurde dann sogleich die Schwarzwäldertorte, die das Mittagessen auf dem Hof abrundete.
Der Gang ins Festzentrum nach Chur bildete dann den Abschluss der zweioder dreitägigen Reise. Dort durften die Schützinnen und Schützen ihre Kränze und ihre sonstigen gewonnenen Preise abholen. Das offizielle Absenden findet dann am Samstag, 3. Oktober, statt. --red