Natur- und Vogelschutzverein Dottikon auf der Frühlingswanderung
Der Natur- und Vogelschutzverein Dottikon besucht auf seiner Wanderung die Imkerei «bee happy» in Hendschiken. Eine eindrückliche Begegnung mit den Bienen und ihrem Honig.
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Natur- und Vogelschutzverein Dottikon auf der Frühlingswanderung
Der Natur- und Vogelschutzverein Dottikon besucht auf seiner Wanderung die Imkerei «bee happy» in Hendschiken. Eine eindrückliche Begegnung mit den Bienen und ihrem Honig.
Die Frühlingswanderung hat beim Natur- und Vogelschutzverein Dottikon Tradition. Für dieses Mal stand nicht der wunderschöne, frühmorgendliche Vogelgesang im Fokus des Interesses, sondern Bienen. Etwas abseits der Hauptstrasse Dottikon–Hendschiken verstecken sich Bienenstöcke. Die hatten das Interesse einiger Mitglieder geweckt. Sie organisierten ein Treffen mit Mirjam Lendenmann von «bee happy» in Hendschiken und sorgten so für eine spannende Begegnung mit den bekannten Insekten.
Man denkt, man wisse einiges über Bienen und liebt ihren süssen Honig. Die Honigbiene ist neben dem Schwein und dem Huhn das drittwichtigste Nutztier für die Menschen; wenn man den Wert der Bestäubung der Nutzpflanzen ausrechnet, vielleicht sogar das Wichtigste.
Wechselnde Aufgaben im Laufe eines Bienenlebens
Im ersten Teil erzählte Mirjam Lendenmann den Teilnehmenden vom Leben der Biene – vom Ei über die Larve bis zur ausgewachsenen Biene. Die Biene, die ungefähr sechs Wochen alt wird, hat im Laufe ihres Lebens verschiedene Aufgaben. Zuerst sorgt sie sich um die Ernährung der Königin und der Larven. Später wird sie zur Abwehrkämpferin für das Volk. Erst dann fliegt sie aus, um Blütenstaub und Nektar zu sammeln. Schliesslich wird sie zur «Wasserträgerin». Sie sucht Wasserstellen auf, um tröpfchenweise Wasser zum Bienenstock zu tragen. Viel Wissenswertes gab es auch über den Honig, die Aufzucht und die Gefahren für die Bienen zu erzählen. Seit einiger Zeit macht die asiatische Hornisse den Bienen und den Imkern das Leben sehr schwer.
Wie Standort und Biodiversität den Honig beeinflussen
Der zweite, vielleicht spektakulärere Teil war die Vorstellung eines Bienenstocks. Zuerst wurden alle Teilnehmenden mit einer Schutzjacke ausgerüstet; wobei zu bemerken ist, dass Bienen nicht stechen, solange sie sich nicht bedroht fühlen. Die Imkerin baute nun Stockwerk um Stockwerk auseinander und zeigte die verschiedenen «Abteilungen» des Bienenstaates, vom Bau der Waben, der Aufzucht bis zur Honigeinlagerung.
Besonders spannend war die Wabe mit der Königin zu sehen. Wer mochte, durfte eine Wabe («voller Bienen») selber in den Händen halten oder etwas Honig schlecken. Faszinierend war, einen Meter neben dem Ein- und Ausflugloch zu stehen und zu erfahren, dass so eine Biene an einem Tag zirka einen Kaffeelöffel voll Nektar und Blütenstaub in den Bienenstock bringt. Wie Standort und Biodiversität den Geschmack des Honigs beeinflussen, das konnten die 20 Teilnehmenden im dritten Teil entdecken. Der war nämlich der Degustation gewidmet: Drei Sorten Honig gab es zu probieren.
--zg