Mitgliederversammlung der Spitex Muri und Umgebung im Dachsaal der Pflegimuri
Dass Christian Wyss, Präsident des Vereins, und Salvatore Doki, ehemaliger Geschäftsführer, gleichzeitig verabschiedet wurden, hat sich so ergeben. Beide Vakanzen konnten besetzt ...
Mitgliederversammlung der Spitex Muri und Umgebung im Dachsaal der Pflegimuri
Dass Christian Wyss, Präsident des Vereins, und Salvatore Doki, ehemaliger Geschäftsführer, gleichzeitig verabschiedet wurden, hat sich so ergeben. Beide Vakanzen konnten besetzt werden. Als neuer Präsident der Spitex Muri und Umgebung wurde Gemeinderat Beat Wenger aus Geltwil gewählt. Die neue Geschäftsführerin heisst Luisa Meier und ist gebürtige Murianerin.
Verena Anna Wigger
Nach dem Weggang von Geschäftsführer Salvatore Doki (siehe Ausgabe vom 24. April) tritt im August Luisa Meier die Nachfolge an. Sie ist gebürtige Murianerin und hat die Teilnahme an der Versammlung dazu genutzt, bei ihren Eltern vorbeizuschauen. Die neu gewählte Geschäftsführerin der Spitex Muri und Umgebung lebt mit ihrer Familie im Fricktal. Sie ist Mutter von zwei Söhnen. Im Gesundheitsbereich war sie bereits im Thermalbad Zurzach und im Hamam in Zürich tätig. Bevor sie nach der Geburt ihres ersten Sohnes eine Spitex-Organisation im Baselbiet leitete. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes wollte sie wieder zurück in diese Organisation. Darum freute sie die Ausschreibung für die Stelle in Muri: «Das ist meine Chance», sagt sie anlässlich ihrer Vorstellung an der Mitgliederversammlung.
Wohnortwechsel führt zu Präsidiumswechsel
«Glücklich», schätzt sich der scheidende Präsident Wyss, dass in der Person von Gemeinderat Beat Wenger, Geltwil, ein Nachfolger gefunden wurde. Wenger ist seit 2019 Gemeinderat in Geltwil und durch sein Ressort Bildung, Schulwesen, Fürsorge und Soziales sowie Gesundheit mit der Thematik vertraut. Als ehemaliger Rektor und Berufsbildungsfachmann kuratiert er heute das «Käppeliguet» in Isenbergschwil. Für ihn als Kenner des Gesundheitswesens, wie er selbst sagt, sind viele der Prozesse und auch die Langzeitpflege ein Thema. Wenger wurde von der Versammlung einstimmig gewählt und Wyss gratulierte ihm und bedankte sich für sein Engagement. Der Vater von drei erwachsenen Söhnen freut sich, das Amt zu übernehmen.
Wahlen für Beständigkeit
Ganz im Zeichen von Wahlen, guten Abschlüssen und gelebter Zusammenarbeit mit anderen Institutionen stand die Mitgliederversammlung im Dachsaal der Pflegimuri. 29 Stimmberechtigte, darunter Gemeinderäte aus den elf angeschlossenen Gemeinden, waren anwesend. Präsident Christian Wyss sagte, die Wahlen stehen im Zeichen der Verjüngung des Vorstands. Zum Teil arbeiten die Mitglieder schon viele Jahre im Vorstand mit. Die Rottenschwiler Gemeinderätin Maja Choeva wurde für den Vorstand vorgeschlagen. Diese Wahl nahm die Versammlung einstimmig an. Wyss bekräftigte, dass damit auch künftig die Nähe zu den Vertragsgemeinden gewährleistet sei. Maja Choeva hat sowohl beruflich als auch politisch einen Bezug zur Pflege: «Meine erste Arbeitsstelle war in der Pflegimuri», erklärte sie. Die gebürtige Mazedonierin ist verheiratet und Mutter einer Tochter. Die Arbeit in der Langzeitpflege kennt sie daher bestens. Bis Ende Jahr wurde Salvatore Doki in den Vorstand gewählt. Damit möchte man die Beständigkeit im Gremium über die Wechsel hinaus gewährleisten.
Den Blick für das Wesentliche
Auch mit dem Fokus auf die langfristige Wahrung der stabilen Verhältnisse blickte Präsident Christian Wyss auf das vergangene Jahr zurück. Bezüglich der strategischen Felder, welche der Vorstand im vergangenen Jahr bearbeitet hat, sagte er: «Einige davon wurden auch durch meinen Entscheid, in die Zentralschweiz zu ziehen, ausgelöst.» So hat der Vorstand die Statuten revidiert und die Rechtsform des Vereins überprüft, das Synergiepotenzial zu anderen Institutionen auf- und ausgebaut. Der Vorstand hat sich «für eine starke Spitex Muri und Umgebung eingesetzt», sagt der Präsident. Dies bestätigte auch Gemeinderat und Vize-Präsident Daniel Räber in seiner Verabschiedung von Wyss. Dieser wurde genau vor neun Jahren in den Vorstand der Spitex Muri und Umgebung gewählt. Seit sechs Jahren steht er dem Verein mit elf Vertragsgemeinden vor. Seine Amtszeit prägten die ins Zentrum gestellten Werte wie Top-Dienstleistungen, eine gute Unternehmenskultur sowie eine hohe Mitarbeitendenzufriedenheit.
Weniger Kunden, mehr Stunden
Das zeigten auch der Jahresbericht, die Jahresrechnung sowie das Budget für das kommende Jahr. Welche allesamt von der Versammlung genehmigt wurden. Christoph Käppeli vom Ressort Finanzen: «Es ist nicht unser Auftrag, aus der Kerntätigkeit Gewinn zu erzielen.» Der scheidende Geschäftsführer brachte es auf den Punkt: «Wir haben weniger Kunden und mehr Stunden generiert.» Wobei die Anzahl Kunden marginal kleiner ist. Er bedankte sich bei allen und vor allem bei seinem ehemaligen Team. «Dieses Team ist wahnsinnig gut.» Mit einem Anteil von 64 Prozent des selbst erwirtschafteten Ertrags ist die lokale Spitex an der Spitze des Finanzierungsanteils im Kanton. Das wiederum freut die Vertragsgemeinden, da es ihre Kassen entlastet.