Nächste Etappe fürs Gemeindehaus
20.06.2025 Region Unterfreiamt, NiederwilVersammlung der Einwohnergemeinde Niederwil am Dienstag, 24. Juni, 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle
Es soll ein Neubau werden. Darüber hat sich die Gemeinde Niederwil bereits geeinigt. Nun geht es an der kommenden «Gmeind» um den Projektierungskredit in der ...
Versammlung der Einwohnergemeinde Niederwil am Dienstag, 24. Juni, 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle
Es soll ein Neubau werden. Darüber hat sich die Gemeinde Niederwil bereits geeinigt. Nun geht es an der kommenden «Gmeind» um den Projektierungskredit in der Höhe von 600 000 Franken für ein neues Gemeindehaus.
Die Niederwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben das Projekt «Gemeindehaus» auf der Grundlage eines Neubauprojekts während zwei Jahren vorangetrieben. Das Raumprogramm wurde mit den Nutzerinnen und Nutzern überprüft und die Kostenschätzung erhärtet. «Die Nutzerbedürfnisse sind in diesem Prozess unverändert geblieben», schreibt der Gemeinderat in seiner Vorlage. Das Investitionsvolumen wurde ursprünglich mit 6,62 Millionen Franken beziffert. Und vor einem Jahr wurde an der Einwohnergemeindeversammlung definiert, was, wo und zu welchen Kosten gebaut werden soll.
Wertiger Massivbau
Die Gemeindeverwaltung soll aus flexiblen Büroräumlichkeiten bestehen, ein Kulturraum, ein Mehrzweckraum mit Bühne und Foyer, eine Bibliothek und ein Aussenraum als Ort der Begegnung sollen mit dem Neubau entstehen. Optional soll aufgezeigt werden, wie eine Erweiterung der Räumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung und der Bau einer Tiefgarage realisierbar sind. Auch ein Studienauftrag wurde genehmigt. Die Gemeinde hat eine qualitativ hochstehende Auswahl an Vorschlägen erhalten. Und das Projekt der Stoos Architekten AG, Brugg, hat die Jurierung gewonnen. «Das neue Gemeindehaus überzeugt architektonisch als wertiger Massivbau im Kontext mit den bestehenden Gebäuden und dem gesamten Ortsbild», schreibt der Gemeinderat.
Das Gebäude ist auf der «Peterhanswiese» angeordnet und richtet sich gegen den öffentlichen Platz. Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es das verfügbare Bauland der Gemeinde optimal nutzt. Der Bau einer Tiefgarage ist möglich und wird im Projekt als Option aufgezeigt. Der Entscheid, ob das Projekt mit oder ohne Tiefgarage weitergeplant werden soll, wird mit dem Zusatzkredit in der Höhe von 50 000 Franken getroffen. Der Gemeinderat empfiehlt die Realisation der Tiefgarage. «Das ist langfristig sinnvoll und auch wirtschaftlich.»
Die Kosten für das neue Gemeindehaus (ohne Tiefgarage) werden auf 7,37 Millionen Franken geschätzt (+/– 15 Prozent) geschätzt. Der beantragte Kredit für die Projektierung beträgt 600 000 Franken. Die optionale Tiefgarage für 18 Einstellplätze kostet zwischen 700 000 und 800 000 Franken.
Der beantragte Zusatzkredit für die Projektierung beträgt 50 000 Franken. «Das Projekt ist für die Gemeinde finanziell tragbar», schreibt der Gemeinderat. Über die beiden Projektierungskredite stimmen die Niederwiler an der Gemeindeversammlung vom nächsten Dienstag ab.
Ertragsüberschuss geht an Gemeindehaus-Projekt
Der Gemeinderat ist überzeugt davon, dass Niederwil mit dem Projekt der Stoos Architekten AG ein Gemeindehaus erhält, das die Nutzerbedürfnisse bestens erfüllt. Den Antrag für den entsprechenden Baukredit stellt der Gemeinderat für die Sommergemeindeversammlung im Jahr 2026 in Aussicht. Die Baubewilligungs- und Ausführungsplanung dauert von Juni 2026 bis Juni 2027. Die Bauarbeiten sind unverändert von Sommer 2027 bis Anfang 2029 geplant. Anschliessend wird der Abbruch des Alten Schulhauses / Gemeindehauses vollzogen.
Finanziell steht die Gemeinde Niederwil übrigens gut da. So weist die Erfolgsrechnung 2024 der Einwohnergemeinde einen Ertragsüberschuss von 930 000 Franken aus. Damit liegt dieser um 606 000 Franken über dem budgetierten Plus von 323 000 Franken. Der Überschuss wird als Vorfinanzierung für das Projekt Gemeindehaus verwendet. --dm

