«Gut, aber nicht gut genug» Artikel in der Ausgabe vom 15. Mai.
Die Schlagzeile «Gut, aber nicht gut genug» bezüglich der Jahreszahlen aus dem vergangenen Jahr des Spitals Muri lässt aufhorchen. Wenn im Bericht grossmehrheitlich von EBITDA-Marge ...
«Gut, aber nicht gut genug» Artikel in der Ausgabe vom 15. Mai.
Die Schlagzeile «Gut, aber nicht gut genug» bezüglich der Jahreszahlen aus dem vergangenen Jahr des Spitals Muri lässt aufhorchen. Wenn im Bericht grossmehrheitlich von EBITDA-Marge 6,9 Prozent, 2,1 Millionen Franken Gewinn und der Anhäufung von Geld für den Ersatzneubau 2040 die Rede ist, wirft das Fragen auf.
Zusammen mit einem früheren Bericht über das neu geschaffene Angebot «MuriDeluxe» für Zusatzversicherte entsteht der Eindruck, dass der Fokus unseres Regionalspitals zunehmend immer mehr auf Gewinnmaximierung und Luxus liegt und nicht auf einer hochstehenden medizinischen Grundversorgung.
Als Patient des Spitals Muri steht für mich eine hohe medizinische Behandlungsqualität mit einer minimalen Komplikationsrate an erster Stelle. Leider fehlen in den jeweiligen Kommunikationen konkrete und verständliche Angaben zu diesen Qualitätsindikatoren. Ich vermisse detaillierte Kennzahlen zu den Behandlungsergebnissen, zu Sterblichkeitsraten, Häufigkeit von Infektionen mit Spitalkeimen und so weiter bei den verschiedenen Eingriffen.
Für die künftige Spitalwahl brauchen die Freiämter Klarheit und Transparenz über die medizinische Kompetenz des Spitals Muri.
Der Fokus in der Kommunikation auf Finanzdaten und Fallzahlen ohne Qualitätsangaben reicht nicht.
Ewald Businger, Muri