Ursi Fröhli geht nach 22 Jahren an der Schule Jonen und Kreisschule Kelleramt in Pension
Sie hat mit zwei Schulleitern als Schulsekretärin zusammengearbeitet. Veränderungen gab es während ihrer Zeit auch in der Zuständigkeit, da ging die Schule ...
Ursi Fröhli geht nach 22 Jahren an der Schule Jonen und Kreisschule Kelleramt in Pension
Sie hat mit zwei Schulleitern als Schulsekretärin zusammengearbeitet. Veränderungen gab es während ihrer Zeit auch in der Zuständigkeit, da ging die Schule von der Schulpflege an die Gemeinde über. Zum Beginn ihrer Tätigkeit beaufsichtigte sie auch mal Klassen, wenn eine Lehrkraft kurzfristig ausfiel, doch das änderte sich auch.
Verena Anna Wigger
«Ganz schwierige Sachen erledigt die Schulleitung», sagt Ursi Fröhli und sie ist froh darüber. Und noch etwas sagt sie: Im Mittelpunkt stehen, das gefällt ihr nicht. Sie liebt es, die vielen kleinen Zahnrädchen zu bedienen, welche die Schule am Laufen halten. Als Schulsekretärin organisierte sie den gesamten Bürobetrieb, verwaltete Schülerakten, koordinierte die Kommunikation und war oft die erste Anlaufstelle für Eltern, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie Behörden. Damit entlastete sie die Schulleitung in zahlreichen administrativen und organisatorischen Belangen. «Es war immer abwechslungsreich», so Fröhli.
Herzstück für eine funktionierende Schule
Die Vielseitigkeit ihrer Arbeit schätzte sie besonders. «Ich bin jeden Morgen gern in die Schule gegangen», erzählt sie rückblickend. Kaum ein Tag sei wie der andere gewesen. Neben der täglichen Büroarbeit protokollierte sie bis zur Abschaffung der Schulpflegen im Jahr 2022 deren Sitzungen. Später gehörten unter anderem Protokolle von Elterngesprächen oder Jour-fixe-Sitzungen zu ihren Aufgaben. Auch die Organisation von Apéros sowie die Vorbereitung neuer Schuljahre zählten zu ihrem Arbeitsalltag. «Die Arbeit war so vielfältig, dass man gar nicht alles aufzählen kann», sagt sie.
Von Schulpflege zu Schulleitung
«Es hat sich verändert», sagt sie. Als Ursi Fröhli ihre Stelle nach zwölf Jahren Familienzeit antrat, betrug ihr Pensum 35 Prozent. Im Laufe der Jahre wurde dieses schrittweise auf 60 Prozent erhöht. Der kurze Arbeitsweg zur Schule, die nur wenige Schritte von ihrem Zuhause entfernt liegt, war für sie ein zusätzlicher Pluspunkt. «Mir hat es gefallen», so Fröhli.
Während ihrer Berufslaufbahn erlebte sie zahlreiche Veränderungen. Sie begann ihre Tätigkeit mit der Einführung des Schulleitungssystems und arbeitete zunächst fast zwei Jahrzehnte mit Schulleiter Wädi Koch zusammen. Nach dessen Pensionierung folgte ein Wechsel zu Stefan Späni, der die Schule nun auch verlässt. Für Fröhli änderte sich dadurch jedoch wenig. «Ich wusste ja, was ich zu tun habe», sagt sie.
Veränderungen gehören dazu
Auch die Schule entwickelte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten weiter. Neue gesetzliche Vorgaben, wachsende administrative Anforderungen und gesellschaftliche Veränderungen prägten den Schulalltag. Bereichernd waren für Ursi Fröhli auch die gemeinsamen Lagerwochen mit Schulklassen, die sie während vieler Jahre begleiten durfte. Bereits zuvor hatte sie ein paar Skilager der Primarschule mitbetreut. «Wir haben ein super Lehrerteam, ich war immer gut aufgehoben», erzählt sie dankbar. Die Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen habe ihr stets Freude bereitet.
Ein neuer Abschnitt beginnt
Nun freut sich die 66-Jährige über ihren neuen Lebensabschnitt. Besonders freut sie sich darauf, mehr Zeit mit ihren beiden Enkelkindern (14 Jahre und 3 Monate) zu verbringen. Auch ihrem Garten und der Umgebung ihres Wohnhauses möchte sie künftig mehr Aufmerksamkeit schenken. Noch etwas wird sie künftig mehr pflegen: ihren Freundeskreis. Und falls bei ihr doch einmal Langeweile aufkommen sollte, kann sie sich gut vorstellen, sich ehrenamtlich zu engagieren.