Schnell, laut, mitreissend
05.05.2026 Region Unterfreiamt, Sarmenstorf, LaufsportSarmenstorf kürte am Wochenende seine Sprintkönige
Wenn es still wird, die Kinder konzentriert am Start stehen und Sekunden später jubelnd ins Ziel stürmen, dann ist klar: «Di schnellste Sarmenstorfer» ist mehr als nur ein Rennen. Es ist ein Stück ...
Sarmenstorf kürte am Wochenende seine Sprintkönige
Wenn es still wird, die Kinder konzentriert am Start stehen und Sekunden später jubelnd ins Ziel stürmen, dann ist klar: «Di schnellste Sarmenstorfer» ist mehr als nur ein Rennen. Es ist ein Stück Dorfkultur – seit über drei Jahrzehnten.
Am letzten Samstag zeigte sich der Traditionsanlass bei schönstem Frühlingswetter von seiner besten Seite. Seit 1993 gehört er fest zum Jahresprogramm der Gemeinde und lockte auch dieses Jahr zahlreiche Kinder, Jugendliche und Zuschauer auf die Anlage. Durchgeführt wurde der Anlass vom OK des Turnvereins Sarmenstorf.
Mit über 100 Anmeldungen durfte sich das Organisationskomitee über ein erfreulich grosses Teilnehmerfeld freuen. Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 2022 bis 2010 massen sich auf der Bahn, angefeuert von Eltern, Freunden und Bekannten. Die Jüngsten sprinteten über 60 Meter, die Älteren über 80 Meter – kurze Distanzen, die für maximale Spannung sorgten.
Die Schlussläufe als Höhepunkt
Schon früh am Nachmittag herrschte reges Treiben auf der Anlage. Startnummern wurden befestigt, Schuhe geschnürt und letzte Aufwärmübungen absolviert. Mit jedem Lauf stieg die Begeisterung entlang der Strecke. «Die Leute haben so laut angefeuert, das hat mich richtig gepusht», sagte der strahlende Sieger Luan Fischer nach seinem Rennen. «Ich war mega erleichtert, als ich im Ziel ankam!» Ein besonderes Augenmerk lag auf den Schlussläufen, die traditionell den Höhepunkt des Tages bilden. «Diese sind mein Highlight», betonte Elias Reinhard, Präsident des TV Sarmenstorf. In den Finals setzten sich bei den Knaben Luan Fischer und bei den Mädchen Noelle Strebel als schnellste Sarmenstorfer durch.
Auch sportlich wurde den Zuschauern einiges geboten. Schnelle Starts, packende Duelle und knappe Zieleinläufe hielten das Publikum in Atem. «Neue Talente kommen aus unserem Nachwuchs», stellte Reinhard erfreut fest. Gleichzeitig betonten die Verantwortlichen: «Es ging heute nicht nur um Sekunden, sondern vor allem um Freude an der Bewegung.»
Viele Helfer im Einsatz und bleibende Erinnerungen
Dass der Anlass reibungslos über die Bühne ging, ist kein Zufall. Hinter den Kulissen wurde monatelang geplant. «Ein Anlass in dieser Grössenordnung funktioniert nur dank einem unglaublichen Team im Hintergrund», so das OK. Auch Präsident Reinhard fand lobende Worte: «Ein grosses Dankeschön geht an die vielen Helferinnen und Helfer.» Ohne ihren Einsatz wäre ein solcher Anlass nicht möglich. Mindestens ebenso wichtig wie der sportliche Wettkampf ist die Atmosphäre rund um die Bahn. Familien säumten die Strecke und feuerten die jungen Sprinter lautstark an. «Der Anlass lebt von der Unterstützung aus dem Dorf – das war deutlich spürbar», hiess es weiter. Die Veranstaltung sei ein Treffpunkt für die ganze Gemeinde und verbinde Generationen.
Nach einem intensiven Tag überwog die Zufriedenheit. «Warm, sportlich, ambitioniert – so lässt sich dieser Tag wohl am besten beschreiben», fasste Elias Reinhard zusammen. Und auch bei den Teilnehmenden bleibt der Anlass in bester Erinnerung. «Mitmachen ist schon cool – aber gewinnen ist noch besser», brachte es ein Kind lachend auf den Punkt. So bleibt am Ende eines sonnigen Frühlingstags vor allem eines: «Di schnellste Sarmenstorfer» ist weit mehr als ein Sprint über 60 oder 80 Meter. Es ist ein Fest der Gemeinschaft, der Bewegung und der Begeisterung – und aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken.
--sh


