Workshop zieht politische Kreise
31.03.2026 Muri, Buttwil, Parteien, PolitikInterpellation von Nicole Heggli-Boder, SVP, Buttwil
An der Oberstufe in Muri fand Anfang Monat ein Klima-Workshop mit dem Umweltaktivisten Louis Palmer statt. Dies veranlasst SVP-Grossrätin Nicole Heggli-Boder zu einer Interpellation.
Den Kindern ...
Interpellation von Nicole Heggli-Boder, SVP, Buttwil
An der Oberstufe in Muri fand Anfang Monat ein Klima-Workshop mit dem Umweltaktivisten Louis Palmer statt. Dies veranlasst SVP-Grossrätin Nicole Heggli-Boder zu einer Interpellation.
Den Kindern aufzeigen, wie sie sich persönlich gegen den Klimawandel engagieren können. Darum ging es am Klima-Workshop an der Oberstufe Muri. In ihrer Interpellation spricht Nicole Heggli-Boder von einer 28-seitigen Broschüre, die den Schülerinnen und Schülern abgegeben wurde. Darin werde aufgezeigt, wer oder was das Problem sei und wie man dieses beheben könne.
Angewiesen, auf Fleisch zu verzichten
«Zum Beispiel wurde ihnen mitgeteilt, dass Kernkraftwerke die grösste Ursache des Klimawandels seien.» Oder dass es Autobahnen für Fahrräder und anstelle von Benzin- und Dieselfahrzeugen Solarautos benötige. Ebenso seien die Kinder angewiesen worden, auf Fleisch zu verzichten. Die Broschüre enthielt auch Hausaufgaben. Die Schüler sollen notieren, wie sie sich künftig engagieren und worauf sie verzichten werden. «Bist du immer noch Teil des Problems oder bist du schon Teil der Lösung?» Dieser Satz rundet die Broschüre ab.
Miteingereicht von Grossrat Alain Bütler aus Kallern
Die Interpellanten – neben Sprecherin Heggli-Boder hat auch der SVP-Grossrat Alain Bütler aus Kallern die Interpellation miteingereicht – grenze dies an Bevormundung. Zudem sprechen sie von Behauptungen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Etwa jene zum Thema Fleischkonsum und liefern in ihrer Interpellation Forschungsergebnisse mit. Heggli-Boder hält zudem fest, dass die Eltern nicht vorgängig über diesen Klima-Workshop informiert wurden. Es sei nur vom Besuch des Solarbutterflys die Rede gewesen.
Ob der Regierungsrat Kenntnis von solchen Workshops habe? Wie viele und welche Schulen im Aargau diesen Workshop bereits besucht haben? Wie hoch sich die Kosten belaufen und wer diese trage? Es sind solche Fragen, die Heggli-Boder dem Regierungsrat stellt.
Politische Neutralität
Sie will zudem wissen, ob der Regierungsrat die Meinung der Interpellanten teile, dass es nicht Aufgabe der Schule sei, den Kindern vorzuschreiben, was sie essen und in ihrer Freizeit tun sollen. «Wie wird sichergestellt, dass an Aargauer Schulen politisch neutral unterrichtet wird?», lautet eine weitere Frage.
Alle Seiten sollen zu Wort kommen
In die gleiche Richtung geht die Frage, wie sichergestellte werde, dass bei politischen Workshops und Podien alle Seiten zu Wort kommen. Zudem fragt Heggli-Boder: «Hat der Regierungsrat vor, die Aargauer Schulen diesbezüglich zu sensibilisieren?» --red/ake
