Zirkusmagie in Meerestiefen
24.07.2026 Kelleramt, JugendDas Programm des Jugend Circus Biber steht diesmal unter dem Motto «Unterwasserwelten»
Am Samstag, 8. August, feiert es Premiere, das neue Programm des «Biber» in Arni. Das Publikum darf sich auf eine bunte Szenerie freuen, auf hoch motivierte junge ...
Das Programm des Jugend Circus Biber steht diesmal unter dem Motto «Unterwasserwelten»
Am Samstag, 8. August, feiert es Premiere, das neue Programm des «Biber» in Arni. Das Publikum darf sich auf eine bunte Szenerie freuen, auf hoch motivierte junge Artistinnen und Artisten sowie eine abenteuerliche Rahmengeschichte.
Thomas Stöckli
«Wir konnten uns ganz locker und entspannt vorbereiten», sagt Erik Schafhauser, Presseverantwortlicher vom Jugend Circus Biber. Nicht dass weniger intensiv am Programm gearbeitet würde. Im Gegenteil: Nach dem intensiven Vorjahr mit Fertigstellung der Trainingshalle «Biberbau» und Anschaffung des neuen Zirkuszelts kann man sich diese Saison wieder ganz aufs Kerngeschäft konzentrieren: mit den Nachwuchsartisten ein ebenso unterhaltsames wie spektakuläres Programm auf die Beine zu stellen.
Wobei das mit dem Beschränken auf den Normalbetrieb so eine Sache ist. Schliesslich wurde dann doch ein neuer Wagen fürs Zelt gebaut und Betonfundamente fürs Zelt gegossen. «Wir hatten uns keine Gedanken gemacht, wie gross die neuen Zeltnägel ausfallen würden», gibt Schafhauser unumwunden zu. Mit 1,4 Metern Länge und vier Zentimetern Durchmesser sind die nämlich um einiges massiver als jene beim bisherigen Zelt. Weil unter dem Areal Stromleitungen durchführen und man nicht für einen kommunalen Blackout verantwortlich sein will, hat der «Biber»-Vorstand sich für bleibende Fundamente entschieden.
Ein U-Boot und ganz viel Artistik
Die Bühnenbau-Truppe überbot sich derweil selbst mit einem U-Boot – zweieinhalb Meter lang, knallbunt und begehbar –, das eigens für diese Saison gestaltet und gebaut wurde. Die Rahmenhandlung entführt das Publikum diesmal zu einem entspannten Angelausflug, aus dem sich allerdings bald ein Tiefsee-Abenteuer entwickelt, mit bunten Oktopussen, schillernden Fischen und schrillen Glühfarb-Effekten im Schwarzlicht.
Im Zentrum steht aber natürlich auch dieses Jahr wieder die Zirkuskunst. So darf man sich auf Luft- und Bodenakrobatik sowie Darbietungen mit Diabolos, auf dem Trampolin und auf dem Einrad freuen. «Jede Nummer erzählt ihre eigene Geschichte», so Zirkuspräsidentin Tine Schafhauser, «mal leise, mal laut, mal verspielt, mal atemberaubend.» Wobei die Show mit einem besonderen Highlight beginnt, nämlich dem «Sturm» auf der rotierenden Leiter. Eine äusserst herausfordernde Disziplin, nicht nur für die Artisten, sondern auch für das Manegenbau-Team.
Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos im Jugend Circus Biber. Unerbittlich ist allerdings die Altersguillotine: Bis 16 darf man mitmachen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass sich viele Jugendliche und junge Erwachsene dem Zirkusleben weiter verbunden fühlen und über die Rolle als Coach hinaus gerne weiter in der Manege stehen würden. Dem wird der «Biber» seit zwei, drei Jahren mit der Legacy-Show gerecht. Hier dürfen sich auch Ehemalige und sonstige Interessierte aus dem Umfeld des Vereins einbringen. Schon seit Ende letzten Jahres sind die Routiniers an ihrer Show am Trainieren. «Es ist beeindruckend, was sie da an Aufwand hineinstecken», so Erik Schafhauser.
Aufbau ab morgen Samstag
Morgen Samstag beginnt auf der Wiese über dem Schulareal der Zeltaufbau. Dabei werden die Erkenntnisse von der ersten Saison einfliessen. «Grundsätzlich hat es super funktioniert», blickt Erik Schafhauser zurück. Und doch wird es hier und da etwas zu optimieren geben. Mit der Aufhängung der Luftelemente etwa war die Zirkusleitung nicht ganz zufrieden. Nicht bezüglich Sicherheit, aber was die Lärmentwicklung anbelangt. So wurden die Fall-Elemente am Lufttuch jeweils durch ein unschönes Knallen begleitet. Das habe beim Publikum für Irritation gesorgt, so Erik Schafhauser.
Mit der Planung einer neuen Tribüne will sich der «Biber» noch ein, zwei Jahre Zeit lassen. Auch hier gilt es, die Erkenntnisse aus den ersten Saisons im Betrieb abzuwarten, um bestimmen zu können, in welche Richtung es gehen soll. «Da haben wir glücklicherweise keinen Zeitdruck», so Erik Schafhauser.
Wie gewohnt werden die Zirkusgängerinnen und -gänger auch kulinarisch wieder verwöhnt. Aus Rücksicht auf die Anwohnenden hat man allerdings entschieden, die Öffnungszeiten zu verkürzen.
«Am tollsten sind beim ‹Biber› immer die Kinderaugen», kommt Erik Schafhauser zum Kern zurück. Als Beispiel nennt er die Tuchgruppe, in der seine Tochter Emma coacht: «Da sind zwei achtjährige Mädchen. Jedes Mal, wenn sie aus dem Tuch kommen, stehen sie da und strahlen, als wäre es der beste Tag ihres Lebens.» Das ist es, was die besondere Magie des «Biber» ausmacht. Alle geben ihr Bestes, unterstützen sich gegenseitig und sind stolz auf das, was sie geleistet haben.
«Unterwasserwelten» im Jugend Circus Biber, vom 8. August bis 5. September, jeweils Freitag- und Samstagabend sowie Sonntagnachmittag. Legacy-Show am Samstag, 15. August, um 13 Uhr. Weitere Infos und Tickets unter circus-biber.ch.



