Brutaler Angriff aus dem Nichts
26.06.2026 Region Unterfreiamt, Jugend, VillmergenUnschöner Vorfall nach dem Villmerger Jugendfest
Das Juvi 2026 wird vielen in positiver Erinnerung bleiben. Leider endete der Abend für einen Gast mit Verletzungen.
Seine Stimme ist vier Tage nach dem Angriff noch immer rau. Die ...
Unschöner Vorfall nach dem Villmerger Jugendfest
Das Juvi 2026 wird vielen in positiver Erinnerung bleiben. Leider endete der Abend für einen Gast mit Verletzungen.
Seine Stimme ist vier Tage nach dem Angriff noch immer rau. Die Schürfwunden und die Beule weiterhin sichtbar. Auch die Zahnschmerzen sind noch nicht verschwunden. Der zweifache Familienvater, der in der Nacht auf Sonntag brutal angegriffen wurde, hatte Glück im Unglück. Weil Anwohner die Polizei riefen, liess der Täter von ihm ab. Nicht auszudenken, was sonst noch alles passiert wäre.
Dabei war es bis dahin ein wunderbarer Abend für den 37-jährigen Villmerger. Erst leistete er wie viele andere Dienst in einer der vielen Beizen, dann genoss er das Fest mit Freunden. Es war schon nach vier Uhr, als er sich auf den Heimweg machte. «Bei der Kreuzung beim Schulhaus Hof wurde ich aus mir unerklärlichen Gründen angegriffen. Ein junger Typ nahm mich in den Schwitzkasten. Ich schrie laut um Hilfe. Irgendwie konnte ich mich kurz befreien und flüchtete zum nächsten Haus. Dort läutete ich Sturm. Da kam der Typ wieder auf mich zu und versuchte mich zu schlagen. Er ging wieder, nur um nach 30 Sekunden wieder zu erscheinen. Diesmal mit einem Kieferschlag, der mir Teile vom Backenzahn abbrechen liess, und dann hat er mich am Boden fixiert mit einem Würgegriff», erzählt das Opfer. Er habe sich so gut wie möglich gewehrt. Später seien die Freunde des Täters gekommen und warnten, dass die Polizei komme. Darauf flüchtete die Gruppe, nahm aber den Rucksack des Opfers mit. «Ich hatte wirklich das Gefühl, er wolle mich töten», sagt dieser.
Tat ist auf Video festgehalten
Zum Glück hatten die Anwohner sofort reagiert und sowohl Polizei wie Ambulanz avisiert. So wurde das Opfer medizinisch betreut und auch ein erstes Mal befragt von der Polizei. Dumm für den Täter: Das Haus, vor dem der Angriff geschah, ist videoüberwacht, von beiden Attacken gibt es Aufnahmen. Diese hat jetzt die Polizei.
«Emotional verdaue ich das Ganze erstaunlich gut. Aber ich werde noch einige Tage Schmerzmittel nehmen müssen», so der 37-Jährige, der in mehreren Vereinen im Dorf Mitglied und daher gut vernetzt ist. Aus diesem Grund wird er viel auf den Vorfall angesprochen. «Offenbar gab es andere Vorfälle am Jugendfest. Jemand hat mir erzählt, dass der gleiche Täter kurz zuvor einem anderen Gast Gewalt angedroht hat. Vermutlich bin ich in diese Situation geplatzt und wurde darum zum Opfer», erzählt er. Er hofft nun, dass der Angreifer erwischt wird und für seine Straftat und die Arztrechnungen zahlen muss. «Schade, dass in unserer Gesellschaft der Respekt immer mehr verloren geht», sagt er zum Schluss. --chh
