Mein Sommermoment: Redaktorin Annemarie Keusch, vom Gumen auf die Glattalphütte
Es sind diese Momente, die immer rarer geworden sind. Dass es immer mehr Menschen in die Berge zieht, ist angesichts deren Schönheit und der hohen Temperaturen im Unterland nicht weiter ...
Mein Sommermoment: Redaktorin Annemarie Keusch, vom Gumen auf die Glattalphütte
Es sind diese Momente, die immer rarer geworden sind. Dass es immer mehr Menschen in die Berge zieht, ist angesichts deren Schönheit und der hohen Temperaturen im Unterland nicht weiter erstaunlich. Und trotzdem gibt es sie noch, die Orte, wo man kaum jemandem begegnet. Im Zug und erst recht in der Standseilbahn nach Braunwald ist es noch nicht so. Weniger Menschen sind es dann beim Berggasthaus Gumen. Und die nächsten rund fünf Stunden sehen wir genau vier Menschen. Eine Familie aus dem Toggenburg – mit demselben Wanderziel. Ansonsten ist es vor allem Stein, dem wir begegnen in dieser einzigartigen Karstlandschaft. Mal ein paar Schafe, mal Ziegen und einmal hören wir das Murmeltier nicht nur pfeifen, sondern sehen auch, wie es sich kerzengerade aufrichtet. Dass wir keine Gefahr sind, merkt es wohl schnell. Auch auf der Glattalp ist es ruhig. Die Tagesgäste sind weg. Die SAC-Hütte aber ist fast bis auf den letzten Platz besetzt. Aber nach einem solchen Tag mit so viel Naturspektakel und Ruhe lässt sich auch der Dichtestress im Essraum und im Schlafraum viel besser ertragen. Die Müdigkeit als Folge der Anstrengung trägt ihres zum guten Schlaf bei.